
Gedenken am Gemälde „Aufrecht stehen“ – 30. April 2026, Universität Leipzig
Die Stiftung Friedliche Revolution lädt am 30. April zu einem öffentlichen Gedenken im Hörsaalgebäude der Universität Leipzig ein.
Im Mittelpunkt steht das Gemälde „Aufrecht stehen“ von Reinhard Minkewitz, das sich als Dauerleihgabe der Stiftung im Gebäude befindet. Das Werk würdigt sechs Männer, die in den frühen Jahren der DDR aufgrund ihres unabhängigen Denkens und ihrer kritischen Haltung staatlicher Repression ausgesetzt waren und steht bis heute für Zivilcourage und persönliche Integrität.
Das Gedenken findet im Anschluss an die Vorlesung „Deutsch-deutsche Geschichte seit 1945 im globalen Kontext“ von Prof. Dr. Dirk van Laak statt, die an diesem Tag ab 14:00 Uhr für die Öffentlichkeit geöffnet wird. Dabei wird es um die Einordnung des Widerstands gegen die Umformung der Universität Leipzig zu einer sozialistischen Hochschule gehen.
Der Termin am 30. April ist bewusst gewählt: In diesem Jahr jährt sich der Geburtstag von Werner Ihmels zum 100. Mal – zugleich erinnert der Tag an den 75. Todestag von Herbert Belter, der am 28. April 1951 in Moskau hingerichtet wurde. Beide stehen exemplarisch für die im Gemälde dargestellten Lebenswege und die Frage, was es bedeutet, unter politischen Bedingungen „aufrecht zu stehen“.
Im Anschluss an die Vorlesung findet ein kurzes gemeinsames Gedenken vor dem Gemälde statt.
Die Veranstaltung lädt dazu ein, sich mit der Geschichte der dargestellten Personen auseinanderzusetzen und die Frage nach Haltung und Verantwortung in Vergangenheit und Gegenwart neu zu stellen.
Datum: 30. April 2026
Uhrzeit: 14:00 Uhr bis ca. 14:30 Uhr (Vorlesung), anschließend Gedenken
Ort: HS 12 (2. OG, links), Hörsaalgebäude, Universität Leipzig
Der Eintritt ist frei.
P.S.: Um die Vorlesung möglichst nicht zu stören, werden wir 14:00 Uhr geschlossen in den Hörsaal gehen. Wir möchten Sie aus Gründen den Rücksichtnahme bitten, den Raum nicht vorher selbstständig zu betreten.