Einweihung „Immer wieder montags…“

Ein Stein, der bewegt…

… so warben wir Mitte des Jahres für unsere Idee, einen neuen Gedenkort für die Friedliche Revolution zu errichten, der an die Gründung freier Schulen in der Zeit des Aufbruchs nach 1989 erinnern soll.

„Für unabhängige demokratische neue Schulen“ stand im November 1989 auf einem der Transparente. Die Demonstrierenden damals gingen für Freiheit und Reformen auf die Straße, dazu gehörte auch die Forderung nach freier Pädagogik und freier Bildung. 

Hier liegen die Wurzeln der Schulgründungen der 1990er Jahre und die Wurzeln des Evangelischen Schulzentrums Leipzig.

Am 9. Oktober 2026, dem Leipziger städtischen Feiertag zur Erinnerung an die Friedliche Revolution 1989, wurde die Skulptur „Immer wieder montags…“ von Florian Peteranderl unter dem Applaus der Schulgemeinschaft eingeweiht. Zum Abschluss einer thematischen Projektwoche versammelten sich alle auf dem großen Schulhof, um gemeinsam diesen schönen Anlass zu feiern: Schüler*innen, Lehrer*innen, Eltern und Alumni. Es wurde eine bunte und fröhliche Veranstaltung, die die Stiftung gemeinsam mit der Schule und der Peterskirche vorbereitet hatte.

Vor der Enthüllung der Skulptur, die auf einer Wiese zwischen Peterskirche und Schule seinen Platz gefunden hat, richteten sich Schulleiter Ferdinand Kiderlen und Pfarrerin Christiane Dohrn sowie die maßgebliche Schulgründerin Elke Urban Grußworte und der Künstler Florian Peteranderl mit motivierenden Worten an die Gäste. Gesine Oltmanns (Ehrenvorsitzende der Stiftung Friedliche Revolution) erläuterte ihre Beweggründe für die Initiative:

„Ich finde, auch eine steinerne Skulptur kann bewegen, kann Anstoß sein. Die Gründung neuer freier, unabhängiger, demokratischer Schulen ist eine der Erfolgsgeschichten der Friedlichen Revolution. Das sind revolutionäre Wurzeln, die auch heute herausfordern: Schule ist immer ein Brennpunkt der Gesellschaft. Mögen sie leuchten statt brennen, stärken statt zermürben, motivieren statt desillusionieren, ermutigen statt klein machen … Dafür ist das Erinnern gut und wichtig. Erinnern heißt handeln, ist Auftrag zum gemeinsamen Gestalten.“

Die Schulband wurde gefeiert und der Kanon „Der Himmel geht über allen auf“ mit Freude und Begeisterung von allen gemeinsam gesungen.

Burkhard Jung, heutiger Oberbürger-meister der Stadt Leipzig und einst Schulleiter des Schulzentrums, konnte aus gesundheitlichen Gründen leider nicht dabei sein. Die Schüler*innen des Evangelischen Schulzentrums wollten ihn gleichwohl in ihrem Kreis wissen und bastelten darum seinen Avatar aus Pappe: ein durchaus würdiger Vertreter. Dieser war dann auch bei der eigentlichen Enthüllung des Steins dabei, die die Schüler*innen lautstark bejubelten.

Nach der Enthüllung gab es Käsestangen, Getränke und lebhaften Austausch.

Wir danken allen, die dieses Projekt begleitet, unterstützt und möglich gemacht haben, allen voran unseren vielen Spender*innen und den Fördermittelgebern, der Barbara Schadeberg Stiftung, der Evangelischen Schulstiftung in der EKD sowie dem Förderverein des Evangelischen Schulzentrums.

Insbesondere gilt unser großer Dank aber dem Evangelischen Schulzentrum und der Peterskirche Leipzig, dass sie so tatkräftig an dieser Idee mitgewirkt haben.

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