NK89 – Besuchs- und Informationszentrum

Besuchszentrum und lebendiger Lernort als neuer Anlaufpunkt

Das Jahr 1989 und die Friedliche Revolution haben die Geschichte verändert. Die Überwindung der Diktatur, die Errichtung demokratischer Strukturen und die deutsche Wiedervereinigung sind eng mit unserer Stadt und vielen ihrer Bürger*innen verbunden. Die Nikolaikirche und der Nikolaikirchhof waren ein entscheidender Schauplatz des Protestes. Nun soll der Nikolaikirchhof abermals zu einem zentralen Ort werden – einem Ort, der das Jahr 1989 in den Mittelpunkt stellt und die Erinnerungskultur Leipzigs bereichern wird.

An historischer Stätte wird mit dem „Informationszentrum Nikolaikirchhof – NK89“ ein Anlaufpunkt entstehen, der gleichermaßen Besuchszentrum und lebendiger Lernort ist.

Hier soll in die Umstände, die Chronologie und die Folgen der Friedlichen Revolution eingeführt und Wissen vermittelt werden, um Besucher*innen und Gäste der Stadt anschließend zu den vielschichtigen erinnerungskulturellen Einrichtungen in Leipzig weiterzuleiten.

In der ersten Phase entsteht ein Konzept, das Standortfragen, strukturelle Bedingungen sowie die Rahmung der inhaltlichen und optischen Ausgestaltung des Informationszentrums festhält. Das Konzept entsteht auf Grundlage umfänglicher Analysen, allen voran der Bedarfe und Erfordernisse der Erinnerungskultur in Leipzig, sowie unter Einbeziehung von Expert*innen und städtischen wie zivilgesellschaftlichen Akteur*innen.

Für die Erstellung des Konzeptes konnte der renommierte Museumsexperte Paul Spies gewonnen werden. Ihm zur Seite steht Alexander Mennicke als wissenschaftlicher Projektmitarbeiter.

Das Projekt wird von der Bundesstiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte gefördert.

Paul Spies
Konzepterstellung

Paul Spies (1960) ist Kunsthistoriker und war von 2009 bis 2015 Direktor des Stadtmuseums seiner Geburtsstadt Amsterdam. Ferner war er bis 2016 Vorstandsdirektor der Stiftung Stadtmuseum Berlin. Derzeit ist er, wie bereits von 1987 bis 2008, als selbstständiger Konzeptentwickler, Berater und Coach tätig. Dabei war er mit dem Aufbau mehrerer kultureller Einrichtungen vertraut und hat zahlreiche Ausstellungen konzipiert – darunter „Berlin Global“ im Humboldt-Forum. Darüber hinaus engagiert er sich ehrenamtlich, unter anderem als Präsident des International Council of Museums Deutschland und als Mitglied des Fachbeirats der Brandenburgischen Gedenkstätten.

Gesine Oltmanns
Konzepterstellung
Dr. Thomas Töpfer
Konzepterstellung

Gefördert durch:

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