Am 22. Januar 2026 wurde in Leipzig der Werner-Schulz-Preis 2026 an den Schriftsteller und Publizisten Marko Martin verliehen. Ausloberin des Preises ist die Werner-Schulz-Initiative, die mit der Auszeichnung an das politische und gesellschaftliche Wirken des Bürgerrechtlers, Bundestags- und Europaabgeordneten Werner Schulz erinnert und Engagement für Demokratie, Freiheit und Zivilcourage würdigt.
Die Festveranstaltung fand im Mediencampus Villa Ida statt und wurde in enger Kooperation zwischen der Werner-Schulz-Initiative, der Stiftung Friedliche Revolution, der Evangelischen Akademie zu Berlin und der Evangelischen Akademie in Sachsen durchgeführt. Die Zusammenarbeit der Partner ermöglichte eine professionell organisierte Veranstaltung mit starker inhaltlicher Tiefe und breiter öffentlicher Resonanz.
Die Stiftung Friedliche Revolution war dabei nicht nur organisatorische Kooperationspartnerin, sondern auch in besonderer Weise mit dem Anliegen des Preises verbunden: Werner Schulz war bis zu seinem Tod Mitglied des Kuratoriums der Stiftung Friedliche Revolution und hat deren Arbeit über viele Jahre aktiv begleitet. Die Preisverleihung knüpfte somit unmittelbar an gemeinsame demokratiegeschichtliche und zivilgesellschaftliche Traditionen an.
Das Programm des Abends verband Erinnerung, Ehrung und aktuelle politische Reflexion. Das Grußwort sprach Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung, der an Werner Schulz erinnerte und dessen Bedeutung für die Friedliche Revolution, die demokratische Kultur in Leipzig und das politische Leben in Deutschland würdigte. Im Mittelpunkt des Abends stand die Würdigung des Preisträgers Marko Martin, dessen publizistisches und literarisches Werk für eine klare Haltung zugunsten demokratischer Werte, der Freiheit des Wortes und der Solidarität mit verfolgten Autorinnen und Autoren steht. Die Laudatio hielt Katrin Göring-Eckardt, die Martins konsequentes Eintreten für Demokratie und Menschenrechte hervorhob.
Inhaltlich wurde am Abend der Bogen von der historischen Erfahrung der Friedlichen Revolution bis zu gegenwärtigen Herausforderungen für Demokratie und Zivilgesellschaft gespannt. Er war geprägt von inspirierenden Beiträgen, persönlichen Reflexionen über demokratisches Engagement und künstlerischen Elementen, die dem Andenken an Werner Schulz sowie dem Wirken des Preisträgers einen würdigen Rahmen verliehen.
Die hohe Beteiligung aus Zivilgesellschaft, Politik, Wissenschaft und Medien unterstrich die Relevanz des Werner-Schulz-Preises und zeigte zugleich den Mehrwert der institutionellen Kooperation: Durch die Bündelung von Netzwerken, Expertise und organisatorischen Ressourcen konnte ein deutliches öffentliches Signal für demokratisches Engagement gesetzt werden.
Mit der gemeinsamen Ausrichtung der Preisverleihung bekräftigen die beteiligten Partner ihr Ziel, Erinnerungskultur, politische Bildung und aktuelle Zivilcourage miteinander zu verbinden – ganz im Sinne von Werner Schulz und seinem lebenslangen Einsatz für eine offene, demokratische Gesellschaft.