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Pressemitteilung

vom 26.06.2018

26. Juni 2018: Umfrage: Knapp 80 Prozent der Leipziger befürworten ein Freiheits- und Einheitsdenkmal für die Stadt

Leipzig, 26. Juni 2018 – Knapp 80 Prozent der Leipziger und 70 Prozent der Bürgerinnen und Bürger bundesweit befürworten das geplante Freiheits- und Einheitsdenkmal für die Bundesrepublik am Standort Leipzig. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle repräsentative Umfrage des Hitschfeld Büro für strategische Beratung GmbH im Auftrag der Stiftung Friedliche Revolution in der Messestadt. Befragt wurde ein repräsentativer Querschnitt der Leipziger Bevölkerung und zum Vergleich ein repräsentativer Querschnitt der Gesamt- bevölkerung der Bundesrepublik.

Danach stimmen 76 Prozent der Leipziger und 63 Prozent der Bundesbürger der Aussage zu, dass es gut sei, wenn es für ein abstraktes Thema wie „Freiheit – Einheit – Demokratie“ einen Ort des Gedenkens und Erinnerns in Leipzig gibt. 80 Prozent der Leipziger und 76 Prozent der Bevölkerung in Ostdeutschland halten Leipzig für den idealen Ort für ein solches Denkmal. Ähnlich hoch ist die Zustimmung für die Aussage, ein solches Denkmal in Leipzig kann künftigen Generationen einen Anstoß geben, sich für Freiheit, Demokratie und Bürgerrechte einzusetzen (76% in Leipzig / 69% im gesamten Bundesgebiet).

Überrascht hat die Stiftung auch, dass das Denkmal gerade bei jungen Leuten im Alter von 18 bis 29 Jahren auf höchste Zustimmungswerte (74% bundesweit) gestoßen ist. Wie Gesine Oltmanns vom Vorstand der Stiftung dazu betont, zeige die Umfrage, welche Bedeutung dem Freiheitswillen der Demonstrierenden auf dem Leipziger Ring für die Friedliche Revolution von 1989 beigemessen wird und wie wichtig ihr Beitrag war.“

85 Prozent der Bevölkerung von Leipzig sind zudem der Auffassung, dass die Bevölkerung gerade bei einem solchen Denkmal in besonderem Maße mitreden und mitentscheiden sollte. „Gerade diese hohe Nachfrage nach Partizipation ist für die Stiftung ein anspruchsvoller Auftrag der Bevölkerung“, so Oltmanns.

Mit Beschluss des Leipziger Stadtrates vom 18.10.2017 wurde der Stiftung als Vertreterin der Zivilgesellschaft die Aufgabe übertragen, einen Vorschlag zur „Entwicklung und Umsetzung eines breiten Beteiligungsprozesses mit dem Ziel eines Verfahrensvorschlages für den Stadtrat für die Realisierung eines Leipziger Freiheits- und Einheitsdenkmals“ zu erarbeiten. Diesen Verfahrensvorschlag wird die Stiftung nun bald vorlegen und die Bevölkerung einladen, sich schon in einer frühen Phase des Verfahrens zu beteiligen.

Da das Denkmal auf Beschluss des Deutschen Bundestages in Leipzig errichtet werden soll, um den Freiheitswillen der ostdeutschen und Leipziger Bevölkerung zu würdigen, muss es nach Ansicht der Stiftung in Westdeutschland noch bekannter gemacht werden. Schließlich haben laut der repräsentativen Umfrage zwar 60 Prozent der Leipziger von dem Plan, ein Denkmal zu errichten, schon einmal gehört, doch bundesweit trifft das nur auf 17 Prozent der Bundesbürger zu. Dazu Vorstand Michael Kölsch: „Da es sich wie in Berlin auch in Leipzig um ein Denkmal für die gesamte Republik handelt, ist hier noch eine ganze Menge Erklärungsarbeit notwendig. Das Ergebnis der Umfrage ermutigt, einen neuen Anlauf zu nehmen für ein Leipziger Freiheits- und Einheitsdenkmal.“

Pressekontakt:
Thomas Huber
Mail: Thomas.Huber@semanticom.eu
Mobil: 0151-14965810

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