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Pressemitteilung zur Debatte über den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr

Leipzig, 19. April 2010 Die Stiftung Friedliche Revolution beobachtet mit wachsender Sorge die aktuelle Debatte über den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr. Sie befürchtet, dass das militärische Denken alle anderen Mittel und Wege der Konfliktlösung immer mehr verdrängt. Darauf verweist nicht nur die Diskussion über die Aus-
rüstung der deutschen Truppen mit schwerem Gerät. Es zeigt sich auch in den Reaktionen der Politik auf die jüngsten Ereignisse, die die Zahl der Todesopfer aus den Reihen der Bundeswehr auf mittlerweile 43 erhöht hat.

Statt weiter auf militärische Stärke zu setzen, sollten endlich nicht-militärische Wege verfolgt werden, die nach Ansicht der Stiftung mehr Erfolg für die Befriedung des Landes und seiner Bevölkerung versprechen. Die Stiftung ruft darum die politisch Verantwortlichen dazu auf, die Ziele und Mittel des Einsatzes in Afghanistan grundlegend zu überdenken. "Dies ist die einzige logische Konsequenz aus den jüngsten Verwicklungen der Bundeswehr in Kampfhandlungen am Hindukusch", erklärt Pfarrer i.R. Christian Führer vom Vorstand der Stiftung. Eine weitere Aufrüstung der deutschen Truppen in Afghanistan mit Kampf­panzern, Kampfhubschraubern und anderem schweren Gerät würde nur zu einer weiteren Eskalation der Kämpfe führen.

Nachdrücklich verweist die Stiftung auch darauf, dass sie wiederholt die Problematik des deutschen Kriegs-einsatzes in Afghanistan zur Sprache gebracht hat, zuletzt am 18. Januar 2010 in einem Friedensgebet in der Leipziger Nikolaikirche. Dabei hatte die Stiftung der damaligen hannoverschen Landesbischöfin Margot Käßmann für ihre Äußerungen in ihrer Neujahrspredigt in der Dresdner Frauenkirche ausdrücklich gedankt.

"Allen Verantwort­lichen sollte klar sein: Mit Krieg ist kein Frieden zu gewinnen", unterstreicht auch der Vorsitzende der Stiftung, Professor Rainer Vor.

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