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Pressemitteilung

vom 18.10.2013

Verharmlosung der Völkerschlacht von Leipzig beklagt

Stiftung Friedliche Revolution: Grausigste Schlacht wird zum Wochenendspektakel

Die Stiftung Friedliche Revolution hat die Verharmlosung der Völkerschlacht von Leipzig beklagt. Nachgestellte Kriegsszenen machten aus der bis dato grausigsten Schlacht der Weltgeschichte ein Wochenendspektakel, „wo es ordentlich knallt und Pulverdampf den Herbstnebel ersetzt“, erklärte der Vorstand der Stiftung in einer am Freitag, 18. Oktober, veröffentlichten Erklärung. Das sei „Krieg zum Zuschauen, der nicht weh tut und lediglich Eintritt kostet und nicht das Leben“, heißt es in der Erklärung.

Darin verweist die Stiftung auch darauf, dass die Völkerschlacht von Leipzig unbeschreibliches Leid mit einer bis dahin nicht gekannten Zahl von Toten, Verwundeten, Verstümmelten und Geschädigten hervorgebracht hat. In der Schlacht kämpften vor nunmehr 200 Jahren die verbündeten Truppen Preußens, Russlands, Schwedens und Österreichs gegen die Armeen Napoleons und zwangen ihn schließlich zum Abzug. Am kommenden Sonntag wollen 6.000 Darsteller aus aller Welt das historische Gemetzel am Originalschauplatz nachstellen.

Wie es in der Erklärung weiter heißt, soll Napoleon nach Leipzig und Waterloo in einem Gespräch mit seiner Mutter beklagt haben, er habe doch den Völkern nur den Frieden bringen wollen, worauf seine Mutter entgegnet haben soll: „Den Völkern hat das blutrote Band nicht gefallen, mit dem Du Dein Geschenk verpackt hast.“ Dieses blutrote Band drohe mit solchen Veranstaltungen in Leipzig in Vergessenheit zu geraten. Es sei höchste Zeit, „zu einer gänzlich neuen Erinnerungskultur hinsichtlich der Ereignisse von 1813 in der Stadt der Friedlichen Revolution zu kommen“. Dabei sei allerdings das Völkerschlachtdenkmal wenig hilfreich, so die Erklärung.

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