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Die Stiftung Friedliche Revolution trauert um Bärbel Bohley – eine der wichtigsten Wegbereiterinnen für die Friedliche Revolution von 1989

Leipzig, 16.9.2010 Die Stiftung Friedliche Revolution trauert um Bärbel Bohley, die im Alter von 65 Jahren am 11. Sept. 2010 verstorben ist. Bärbel Bohley war eine außerordentlich couragierte Frau, die sich zu DDR-Zeiten trotz Repressalien, zwei Gefängnisaufenthalten und Abschiebung nicht verbiegen ließ. Wir sehen sie als eine der wichtigsten Wegbereiterinnen für die Friedliche Revolution. Mit ihrem Engagement hat sie vielen Menschen Mut gemacht. Für ihre Verdienste um die Friedliche Revolution in der DDR und die deutsche Wiedervereinigung wurde sie 1994 mit dem Bundesverdienstkreuz und 2000 mit dem Nationalpreis ausgezeichnet.

Mit nachfolgendem Zitat möchten wie sie nochmals zu Wort kommen lassen:

"...Wir haben alles getan, was wir damals tun konnten. Wir haben es mit Hingabe getan. Mit Empathie für die Menschen - für Freund und Feind. Wir haben nicht nach Vergeltung geschrieen, nicht die Stimmung angeheizt, und alles ist friedlich geblieben. Aus der Situation haben die wenigsten von uns persönliche Vorteile gezogen. Wir sind auf die Weltbühne der Geschichte katapultiert worden und haben sie verändert. Sicher hätte man alles besser machen können. Ich denke aber, wir müssen uns für unser Handeln nicht schämen. Wir haben dem Glauben, dass man die Welt gewaltfrei ändern kann, Zuversicht und Gewissheit gegeben...."
aus B.B. 2009, "20 Jahre Neues Forum" www.baerbelbohley.de

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