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Pressemitteilung

vom 15.10.2015

DOK Leipzig: Neun Filme für den Filmpreis „Leipziger Ring“ nominiert

Stiftung Friedliche Revolution würdigt bei DOK-Festival erneut künstlerischen Dokumentarfilm

Leipzig, 6. Oktober 2015. Am Wettbewerb um den begehrten Filmpreis „Leipziger Ring“ nehmen in diesem Jahr neun Filme aus acht Ländern teil. Zur Preisverleihung am 29. Oktober (19.30 Uhr) hat die Stiftung Friedliche Revolution wieder in die Leipziger Nikolaikirche eingeladen, wo auch der prämierte Film gezeigt wird. Der Preis, der mit 5.000 Euro dotiert ist, wird in diesem Jahr zum sechsten Mal im Rahmen des Internationalen Dokumentar- und Animationsfilmfestivals vergeben. Der Eintritt zur Preisverleihung ist wieder frei.

Thematische Scherpunkte der nominierten Filme sind vielfach die Konflikte und Krisen, die die europäische Politik derzeit zu schaffen machen: die israelisch-palästinensischen Auseinander-setzungen, das Schicksal von Flüchtlingen, die auf Lampedusa oder auch in Deutschland Schutz und Hilfe suchen, die Situation der Kurden in der Türkei oder der NSU-Skandal. Weitere Themen der nominierten Filme sind der Putsch in Moskau im August 1991 und das Schicksal der Fischer auf den schwimmenden Inseln im indischen Loktak-See, die sich gegen die von der Regierung angeordnete Räumung zur Wehr setzten.

Die Entscheidung über den prämierten Films erfolgt durch eine unabhängige Jury im Rahmen des Festivals, das in diesem Jahr vom 26. Oktober bis 1. November stattfindet. Vor der Preisverleihung will die neue DOK-Direktorin Leena Pasanen mit einem „Walk the Leipziger Ring“ an die Friedliche Revolution im Herbst 1989 erinnern. Dazu vorgesehen ist ein Rundgang mit Zeitzeugen, die an mehreren Stationen in der Leipziger Altstadt über die damaligen Ereignisse berichten.

Endpunkt dieses Rundgangs ist die Nikolaikirche, wo sich die festliche Verleihung des Filmpreises anschließt. Dazu erwartet werden neben DOK-Direktorin Persanen auch Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung und der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Prof. Dr. Rainer Vor.

Mit dem Preis möchte die Stiftung einen künstlerischen Dokumentarfilm würdigen, der bürgerschaftliches Engagement für Demokratie und Menschenrechte beispielhaft aufzeigt oder der unter großem persönlichen Einsatz und Mut des Regisseurs oder der Regisseurin gegen Widerstände und Einschränkungen der Presse- und Meinungsfreiheit entstanden ist. Mit der Auszeichnung ist neben dem Preisgeld auch die Statuette „Leipziger Ring“ verbunden, die sowohl an die Demonstrationen im Herbst 1989 als auch an die brennenden Kerzen erinnert, die die Demonstranten als Zeichen ihrer Gewaltlosigkeit in Händen hielten.

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